Jeder Frankreichreisende verbindet das Boulespiel mit französischer Lebensart und hat sicher vor seinem geistigen Auge ältere Herren mit Baskenmütze, die unter alten ausladenden Platanen dem Spiel mit den silberfarbenen Stahlkugeln frönen. Bereits im 13. Jahrhundert war Boule in Frankreich als Spiel mit Holzkugeln bekannt und so beliebt, dass es Karl V 1369 verbot, denn er sah die Staatssicherheit gefährdet, weil seine Soldaten lieber Boule spielten als Bogenschießen zu üben. Auch die Pariser Synode untersagte ihren Geistlichen 1697 das Spiel mit den Kugeln in der Öffentlichkeit.
Doch wurde das Spiel auch unterstützt und gefördert: Schon im 16. Jahrhundert befand ein Gutachten der Fakultät von Montpellier, dass "es keinen Rheumatismus oder ähnliche Leiden gibt, die nicht durch dieses Spiel vereitelt werden könnten" und es sei für alle Altersstufen geeignet. Im 19. Jahrhundert nahm die Popularität weiter zu und man spielte nun nicht nur auf Rasenflächen außerhalb der Stadt, sondern auch auf Straßen und Marktplätzen. Heute erfreut sich das Boule-Spiel auch in Deutschland zunehmender Beliebtheit.
In Bad Bevensen treffen sich Gäste und Einheimische zum Spiel mit den Stahlkugeln und dem hölzernen Schweinchen bei der Kruschendammbrücke. Kugeln kann man sich bei der nahe gelegenen Minigolfanlage ausleihen.
Immer montags und donnerstags ab 18.30 Uhr treffen sich die Bevenser Boulefreunde an der Anlage. Dazu sind auch Neulinge willkommen!
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