Es sind eher die kleinen Kostbarkeiten, die sich nicht in den großen Ausstellungszentren finden, welche den Reiz der Museen und Sammlungen in und um Bad Bevensen ausmachen. Familie Schliekau sammelt bereits seit vier Generationen Zeugnisse aus vergangenen Zeiten in einer der größten Privatsammlungen Deutschlands. Ehemalige Vertriebene aus dem heutigen Westpolen haben Erinnerungsstücke an ihre frühere Heimat zusammengetragen. In Medingen erfährt man Naturkundliches. In Niendorf I lassen sich alte Traktoren bestaunen.
Eine der größten Privatsammlungen in Deutschland hat Familie Schliekau in zehn Räumen ihres Hauses in Bad Bevensen untergebracht. Bereits in der 4. Generation werden Exponate aus Vor- und Frühgeschichte der Region - ergänzt um Hausrat, Musikinstrumente, Gegenstände des Handwerks und Waffen aus der ganzen Welt - gesammelt.
Das Museum öffnet immer montags um 16 Uhr seine Pforten für eine Führung. Während der etwa 120-minütigen Tour durch das Haus wird dann die interessante Sammlung erläutert. Gruppen ab 6 Personen können auch Sondertermine für Führungen vereinbaren. Eintritt 3,50 Euro, Jugendliche 2,50 Euro (BevensenCard 0,50 Euro ermäßigt).
In einer alten Forstamtsscheune aus dem Jahr 1854 wurde 1982 hinter dem ehemaligen Hotel "Vier Linden" in Medingen bei Bad Bevensen ein kleines Waldmuseum eröffnet. Die naturkundliche Ausstellung zeigt Einzelheiten aus Wald und Flur und versteht sich als "Schaufenster des Waldes". Der Besucher soll hier Tipps und Informationen für seine eigenen Entdeckungen im Wald bekommen. Öffnungszeiten täglich 10 Uhr - 16.30 Uhr, keine Führungen, Eintritt frei.
Nordöstlich von Bad Bevensen liegt zwischen Altenmedingen und Römstedt das kleine Heidedorf Niendorf I. Abgesehen davon, dass sich ein Besuch allein schon wegen des "steinreichen" Ortsbildes lohnt, kann man auf dem Hof von Jürgen Scharnhop alte landwirtschaftliche Technik bestaunen. Trecker wie der Lanz Bulldog aus dem Jahr 1942 oder der "Kramer Verdampfer" aus dem Jahr 1939, der nur lief, wenn der Bauer immer rechtzeitig Wasser nachfüllte, sind ebenso zu besichtigen wie alte Werkzeuge, Haushaltsgeräte und Mopeds. Das Museum ist zwischen 1. März und 30. November täglich von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Während der Wintermonate sind Führungen nach telef. Anmeldung möglich
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hof-scharnhop.de