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Heideregion Uelzen: zwei Städte, sieben Heiden


Bild: Im Osten der Lüneburger Heide liegt die Heideregion Uelzen mit gleich sieben Heideflächen "Heide" ist längst nicht alles in der Heideregion. Bei Kurzreisen in der Lüneburger Heide gibt es einiges zu sehen: Kiefernwälder, Kartoffel- und Getreidefelder, Spargel- und Zuckerrübenanbau. Allerdings sind auch sieben unterschiedlich große Heideflächen zu besichtigen. Eine der schönsten ist die Klein Bünstorfer Heide bei Bad Bevensen. Die größte Heidefläche der Region ist die Ellerndorfer Wacholderheide.

Das religiöse Weltbild der Heidjer dokumentieren mächtige Kirchen und alte Kapellen. Die zwei Heideklöster der Region, St. Mauritius in Ebstorf und Kloster Medingen bei Bad Bevensen, verbinden auf bemerkenswerte Weise Tradition und Moderne. Und sie beherbergen beeindruckende Kunstschätze, deretwegen allein sich ein Besuch lohnen würde.

Backsteingiebel, breite Straßen und die dreischiffige Backstein-Hallenkirche St. Marien künden von der Bedeutung Uelzens im Mittelalter als wichtigem Handelsplatz zwischen Lüneburg und Celle. 1378 schloss sich Uelzen sogar der Hanse an.

Die Fachwerkhäuser an der Lüneburger Straße stammen überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Touristisch wichtigstes Ziel in der Kreis- und Einkaufsstadt ist heute der Hundertwasser-Bahnhof. Der von dem Künstler Friedensreich Hundertwasser gestaltete "Hundertwaser-Bahnhof Uelzen" zieht jährlich Hunderttausende in die östliche Lüneburger Heide. Er liegt nur wenige Gehminuten von der historischen Fachwerk-Innenstadt entfernt.

Bad Bevensen im nördlichen Teil der Heideregion Uelzen ist neben der Kreisstadt Uelzen die einzige Stadt der Region. Zweiter Kurort im Landkreis ist das Kneippheilbad Bad Bodenteich 30 Kilometer südlich von Bad Bevensen.

Bad Bodenteich ist bekannt für sein jährliches Burgspektakel und mittelalterliches Treiben um die Burgruine aus dem 13. Jahrhundert am letzten Aprilwochenende. Auf dem Rest des überdachten Bergfriedes der ehemaligen Wasserburg befindet sich heute eine Aussichtsplattform, eine Ausstellung zu Waffen- und Wehrtechnik und zur Astronomie im Mittelalter.

Wer im Herbst und Winter die Heideregion besucht, wird von einem süßen Duft begrüßt. In einer der größten Zuckerfabriken Europas werden zwischen Mitte September und Weihnachten aus Millionen Tonnen von Rüben die weltweit bekannten Produkte von "Nordzucker" hergestellt.

Im Freilichtmuseum Hösseringen, im Burgmuseum Bodenteich, im Museum Schliekau in Bad Bevensen, im Treckermuseum Niendorf, im Handwerksmuseum Suhlendorf und in Schloss Holdenstedt lässt sich der Lebens- und Arbeitsalltag vergangener Generationen nachempfinden. Das Freilichtmuseum in Hösseringen zeigt in 26 Gebäuden und bei zahlreichen Ausstellungen und Veranstaltungen das ländliche Wohnen und Arbeiten von 1600 bis 1900.

Schon in urgeschichtlicher Zeit haben in der Heideregion Menschen gewohnt und Spuren hinterlassen. Wer mit offenen Augen durch die Landschaft geht, kann die Zeugnisse frühester Zeiten noch heute sehen. Unter manchen Erdhügeln in der Heide verbergen sich Gräber unserer steinzeitlichen Vorfahren. Andere Zeitspuren künden von Schutzwällen, Burgen oder Kultstätten früherer Geschlechter.

Langeweile dürfte in der Heideregion keinesfalls aufkommen. Es gibt jede Menge Ausflugsziele und Freizeitangebote (auch unter Dach, falls das Heidewetter mal nicht so sonnig ist). Von A wie Arboretum Melzingen bis W wie Wildgatter Uelzen gibt es viel zu erleben.

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