Lüchow ist eine "Schwesterstadt" des 20 Kilometer nördlich gelegenen Dannenberg. Beide wurden im 13. Jahrhundert gegründet, beide sind Namensgeber des heutigen Landkreises Lüchow-Dannenberg im Nordostzipfel Niedersachsens. In Lüchows Altstadt wurden nach einem großen Stadtbrand von 1811 die Fachwerkhäuser so geradlinig und eng aneinandergebaut, dass man heute staunend vor dem Stakkato der geschlossenen Häuserfront in der Hauptstraße steht. Nur das Rathaus wurde zurückgesetzt, so dass davor ein kleiner Marktplatz entstand. Es besticht durch seine noblen Proportionen und ein schönes Giebelfeld.
Lüchow wird von der Jeetzel durchzogen. Den Nebenfluss der Elbe, der bis in die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts von Salzwedel bis Hitzacker schiffbar war, überspannen zahlreiche Brücken, von denen aus man einen herrlichen Blick auf die Altstadt hat.
Ein fünfgeschossiger roter Backsteinturm ist neben einigen Mauerresten der letzte Rest einer mittelalterlichen Schlossanlage der Grafen von Lüchow. Das Schloss war danach Verwaltungssitz des Amtes Lüchow, fiel aber dem Stadtbrand von 1811 zum Opfer. Der verbliebene "Amtsturm" beherbergt seit 1930 das "Wendländische Heimatmuseum". Nicht nur die Ausstellung über vier Stockwerke, sondern auch die Aussicht von der Plattform über die Jeetzelniederung bis nach Salzwedel lohnen den Aufstieg.
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