Wer durch die Altstadt von Bad Bevensen am linken Ilmenauufer geht, mag zunächst erstaunt sein, dass die meisten Häuser kaum älter als 200 Jahre sind und es auch keine verwinkelten Altstadtgassen wie andernorts gibt. Der wichtigste Grund dafür ist eine verheerende Brandkatastrophe, der am 5. und 6. November 1811 weite Teile des Ortes einschließlich der zentralen Dreikönigskirche zum Opfer fielen.
Die völlig zerstörte Stadt wurde nicht einfach auf dem alten Grundriss wieder aufgebaut, sondern unter Berücksichtigung der neuen Erkenntnisse in Sachen Brandschutz und Hygiene völlig neu konzipiert. Deshalb fehlen auch die verwinkelten Altstadtgassen. Da die Straßenzüge aus Feuerschutzgründen sehr breit angelegt wurden, hat die Stadt heute eine großzügig dimensionierte Einkaufszone entlang der "Lüneburger Straße". Ideal zum Flanieren.
Damals stand der Markflecken Bevensen unter französischer Verwaltung. Magistratsschreiber war Johann Peter Eckermann, der spätere Freund und Privatsekretär Goethes. In dieser Funktion war er auch verantwortlich für den Wiederaufbau der Stadt und gab ihr den heutigen Grundriss. An sein Wirken erinnert die "Eckermannstraße" am Rosenbad.
Die breite Lüneburger Straße und der Kirchplatz sind heute das Zentrum des Geschäftslebens. Immer mittwochs, freitags und samstags ist Markttag unter den Linden vor der Dreikönigskirche. Bummeln, schenken, sich selbst verwöhnen, flanieren, verweilen, das eine oder andere probieren und sich treiben lassen - in der freundlichen Fußgängerzone gehen Gäste und Einheimische gerne flanieren, in den zahlreichen Geschäften einkaufen oder treffen sich in einem Café zum Plausch.
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