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Umgeben von Wäldern


Bild: Ilmenau im Wald Bad Bevensen Auf drei Seiten sichern bewaldete Höhenrücken die saubere Luft von Bad Bevensen: die Anhöhen des "Lohn" begrenzen die Stadt im Südwesten, die steilen Flussufer an der Ilmenau sind charakteristisch für "Amtsheide" und "Klaubusch" im Norden, im Westen liegt der "Rießel", aus dessen Lehmkuhlen früher viele Bevenser Baumaterial für ihre Fachwerkhäuser holten. Die "Sandschellen" östlich der Stadt sind alte Bauernwälder hauptsächlich mit Kieferbestand.

"Lohn" und "Rießel" waren über Jahrhunderte Jagdgebiet der Landesherren. Der Baumbestand war damit vor Abholzungen geschützt, so konnten sich stolze Buchen- und Eichenwälder entwickeln. Noch vor 200 Jahren trieben die Bauern mehr als 100 Schweine zur Mast in "Lohn" und "Rießel".

Der 252 Hektar große "Lohn" ist niedersächsischer Staatsforst und war schon immer Wald, während die meisten anderen Waldflächen ehemals Heide waren. Beeindruckend sind die hohen und Licht durchfluteten Buchenbestände auf rund der Hälfte des Waldes. Seit 2004 ist der "Lohn" Naturschutzgebiet zur Erhaltung des historischen Standortes und eines 38 Hektar großen Naturwaldes in seinem südlichen Bereich. Wandern, Radfahren und Reiten sind nur auf den ausgewiesenen Wegen gestattet. Das Verlassen der Wege ist nicht mehr erlaubt.

Auch der "Rießel" im Westen des Heidekurortes ist mit seinen 260 Hektar Waldfläche niedersächsischer Staatsforst. Der Sage nach war die Fläche früher fruchtbares Ackerland bis ein Pächter namens Rießelmann aus Verärgerung über das Ende seiner Pachtzeit Eicheln und Bucheckern aussäte. Der Eigentümer verfluchte ihn, das Schloss des Pächters versank daraufhin in einer Senke, die heute noch als "Rießelmanns Kuhle" ausgeschildert ist. Durch den Forst führen verschiedene Rundwanderwege, in der ehemaligen Forstamtsscheune in Medingen (hinter dem Hotel Vier Linden) dokumentiert eine naturkundliche Ausstellung die Lebensgemeinschaft Wald.

Das beliebteste Wandergebiet ist im Norden die "Amtsheide" zwischen Bad Bevensen und dem benachbarten Medingen. Hier wachsen auf den teils steil aufragenden Endmoränenzügen des Urstromtals der Ilmenau mächtige Kiefern, daneben Buchen, Birken und Eichen. Einer der schönsten Wanderwege des Heideheilbades führt von Medingen über die Königsbrücke, den Spechtsgang, durch den Nixengrund zur Schutzhütte Sängershöh auf dem Steilufer der Ilmenau. Von hier aus öffnet sich ein weiter Blick auf das Ilmenautal.

"Amtsheide" und "Klaubusch" werden wegen ihres wechselnden Höhenprofils besonders gerne auch zum Nordic Walking in dieser gesunden Umgebung genutzt. Der "Klaubusch" schließt sich direkt an den Kurpark und die Hotels im Kurviertel an. Seinen Namen verdankt er den Holzdieben früherer Zeiten.

Die "Sandschellen" östlich des Elbe-Seitenkanals sind traditionelle Bauernwälder. Auf den leichten Böden stehen überwiegend Kiefern neben Birken und Eichen. Der Name erinnert an die sandigen Brachflächen, die durch die Abholzung der Wälder im Mittelalter und das Abplaggen der Heide entstanden waren. Da die so entstandene, fast einen Quadratkilometer große, Sanddüne die umliegenden Dörfer bedrohte, wurde sie im 19. Jahrhundert von den Bauern befestigt und mit Birken, Kiefern und Strandhafer bepflanzt. Auch heute noch kann man die langen Sandwälle in der Landschaftsform erkennen.

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