Lüneburg, Namensgeberin der gesamten Region, ist eine lebendige Universitätsstadt. Jugendliche Anmut und Frische gehen mit dem anheimelnden Charme alter Gassen eine reizvolle Verbindung ein. Aus der blühenden Vergangenheit als Salz- und Hansestadt sind bis heute prächtige Kirchen, gotische Backsteinfassaden, idyllische Winkel, Brunnen und Plätze erhalten geblieben.
Lüneburg ist Heidehauptstadt mit einer riesigen Fußgängerzone und kleinen, individuellen Geschäften, die den Altstadtbummel zu einem wahren Shopping-Erlebnis werden lassen. Die Studentenstadt hat umgerechnet auf die Einwohner womöglich die meisten Kneipen Deutschlands. Entlang der Straße "Am Stint" oder in der Schröderstraße ist beinahe in jedem Haus ein Restaurant, Café, Bistro, Bier- oder Weinlokal. Vom Frühling bis weit in den Herbst hinein sitzt Alt und Jung an lauen Abenden in den zahlreichen Straßencafés der Lüneburger Altstadt.
Das beeindruckende Rathaus ist eines der schönsten und größten mittelalterlichen Rathäuser Nordeuropas. Begonnen als gotischer Fünftürme-Bau aus dem 13. Jahrhundert, ist es im Lauf der Jahrhunderte mehrfach umgebaut worden. Die barocke Fassade wurde 1720 vollendet. Bei einer Führung im Rathaus kann auch die buntbemalte Ratsstube von 1564 besichtigt werden, einer der bedeutendsten Renaissance-Säle Deutschlands. Im Fürstensaal von 1480/90 tanzte später der Rat der Stadt und werden heute Kammerkonzerte gegeben. Die Bürgermeisterkörkammer von 1491 beeindruckt mit ihrer Rundum-Vertäfelung aus Holz.
Wichtiger und sehenswerter als der Marktplatz vor dem Rathaus ist der "Platz am Sande" im Zentrum der Stadt. Er ist der älteste Platz und heute gepflastert, gesäumt von den Treppengiebeln alter Backsteinhäuser. Früher stellten die Kaufleute ihre Wagen auf dem sandigen Platz ab und nahmen Quartier in einem der Gasthäuser.
Am östlichen Ende des "Sand" steht die fünfschiffige St. Johanniskirche. Die spätgotische Hallenkirche wurde 1385 fertig gestellt. Vor der Reformation amtierten mehr als 100 Geistliche an 39 Altären. Besonders sehenswert sind die große Barockorgel und der geschnitzte Hochaltar mit seinen Bildtafeln.
Der Backsteinturm der Kirche ist mit seiner lang gezogenen Spitze 108 Meter hoch und deutlich nach Südwesten geneigt. Er soll von Anfang an so schief gewesen sein, dass der Baumeister aus Scham in den Tod gesprungen ist.
Weitere sehenswerte Kirchen sind St. Michaelis in der Altstadt und die "Schifferkirche" St. Nikolai in der Lüner Straße.
@
lueneburg.de