Von der "Sommerfrische" zum Heilbad
14.07.2006 Bad Bevensen
Von der Sommerfrische zum Heilbad (134 kb)
Download
Erste Feriengäste kamen bereits Ende des 19. Jahrhunderts nach Bevensen-Medingen. Vor allem Hamburger nutzten den beschaulichen "Flecken" am Ostrand der Lüneburger Heide gerne als "Sommerfrische".
Aktiv bemühten sich die Bevensener um Ausbau und Aufbau des Fremdenverkehrs und die Qualität des Angebots, was 1929 zur staatlichen Anerkennung als Luftkurort führte. Im gleichen Jahr erhielt Bevensen auch seine Stadtrechte.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde in den 50er Jahren der Fremdenverkehr weiter angekurbelt. Jetzt hatte man sich das Prädikat "Staatlich anerkannter Kneipp-Kurort" zum Ziel gesetzt. Niemand ahnte damals, dass unter dem Heideboden ein viel wichtigeres Gut für die Zukunft von Bad Bevensen und für die ganze Region lag.
Eigentlich suchte man nach Erdgas, als 1964 ein Bohrtrupp etwa fünf Kilometer außerhalb der Stadt auf eine Thermalquelle stieß. Für die Stadtväter Bevensens begannen nun aufregende Tage und Wochen. Jetzt waren Entscheidungen in Dimensionen zu treffen, in denen vorher niemand gedacht hatte.
Dass die Weichen für das Heilbad richtig gestellt wurden, belegt der beispiellose und schnelle Aufstieg von der "Sommerfrische" zu einem der heute führenden Heilbäder Norddeutschlands.
1968 wurde der Grundstock dazu mit der Erschließung einer eisen- und jodhaltigen Thermal-Sole-Quelle im Bereich des heutigen Kurzentrums gelegt. Ein wichtiger Meilenstein war 1975 die staatliche Anerkennung Bevensens als Mineralheilbad. Ein Jahr später folgte die Namensänderung in "Bad" Bevensen.
Umgeben von weitläufigen Kurparkanlagen in den Talauen der Ilmenau mit ihrem alten Baumbestand steht heute im Mittelpunkt des Kur- und Urlaubsgeschehens das Kurzentrum. Seit der Einweihung des ersten Bauabschnittes vor 35 Jahren wurde es ständig erweitert und an die sich ändernden Bedürfnisse der Gäste angepasst.
Neben großzügigen Veranstaltungs- und Aufenthaltsräumen und einem Kurmittelhaus findet der Gast hier auch die Jod-Sole-Therme. Mit zwei fast 1000 Quadratmeter großen und 32 Grad warmen Freibecken, einem Hallen- und einem Therapiebecken (32° und 34°C) sowie dem Balneum - einer allen Wünschen gerecht werdenden Saunaanlage - ist hier eine heitere Badelandschaft entstanden. Das Hauptaugenmerk gilt der Gesundheit und dem Wohlgefühl der Gäste.
Die Vergleichende Kurortanalyse des Europäischen Tourismusinstituts in Trier (ETI) bescheinigt Bad Bevensen Spitzenwerte bei Kurortmedizinische Kompetenz und bei den Kureinrichtungen. Im Ranking der niedersächsischen Kurorte gehört Bad Bevensen neben Heilbädern wie Bad Zwischenahn, Bad Pyrmont oder Bad Harzburg.
Parallel zum Kurzentrum entwickelte sich in Bad Bevensen ein Übernachtungsangebot, das vom Privatzimmer über die Ferienwohnung bis hin zum Vier-Sterne-Hotel reicht und in allen Kategorien selbst hohe Qualitätsansprüche befriedigt.
Sportinteressierte finden in dem Heide-Heilbad vielfältige Möglichkeiten - vom großen Wander- und Radwanderwegenetz durch die ausgedehnten Wälder der unmittelbaren Umgebung bis hin zur landschaftlich sehr reizvoll gelegenen 18-Loch-Golf-Anlage.
Vom weitläufigen Kurpark aus sind drei unterschiedlich lange Strecken für Nordic Walking in der sanfthügeligen Landschaft der Lüneburger Heide ausgeschildert. Mit dem Kanu lassen sich die Heideflüsse der Umgebung erkunden, auf der Ilmenau fährt man sogar mitten durch den Kurpark.
Ganz neu, aber schon weit über Niedersachsen hinaus bekannt und beliebt ist der 2005 gebaute Walderlebnispfad "ree Trek"in der Amtsheide am nördlichen Stadtrand. Auf 64.000 Quadratmeter naturbelassenem Wald spannt sich zwischen Waldboden und Baumwipfel ein Abenteuerparcours der besonderen Art. Über mehr als 30 Plattformen und dazwischen gespannten Seilen, Holzstegen, Hängebrücken und Kletternetzen findet mancher in Höhen zwischen drei und zehn Metern zu nicht nur zu einer neuen Perspektive auf den Wald.
Bei geführten Wanderungen und Radtouren, bei einer Stadtführung oder bei Ausflügen mit dem Planwagen oder mit dem Bus kann man in geselliger Runde sowohl das Heidestädtchen als auch seine nähere und weitere Umgebung kennen lernen.
Ein abwechslungsreicher Veranstaltungskalender mit Kurkonzerten, Tanztees, Vorträgen, Theateraufführungen oder Lesungen sorgt dafür, dass Langeweile nicht aufkommen muss. Der "Musikalische Sommer" zieht immer mehr Gäste nach Bad Bevensen, die sich von jungen Künstlern in die Welt der Klassik entführen lassen wollen.
Gäste schätzen die problemlose Anbindung des Kurzentrums an die gemütliche Altstadt. Mehrere Brücken führen vom Kurpark mit seinem Kurzentrum zu den Geschäften, machen Einkauf und Bummel zum kurzweiligen Vergnügen.
In den "Siebenstern-Pauschalen" findet der gesundheitsbewusste Gast eine Auswahl attraktiver Angebote, welche die Vielfalt eines Wohlfühl-Urlaubs in Bad Bevensen ahnen lassen. Die Themen reichen von "Das gönn' ich mir" über "Aktiv fit", "kurz & gut" bis zu "Lila Zeiten in der Heide". Auch "Gesundheit macht Spaß" und "Sin(n)fonie + Harmonie" unterstreichen, dass es hier nicht vordergründig um modische Wellness geht. "Siebensterne" sind für Bad Bevensen typische siebenarmige Holzleuchter, die im Advent in die Fenster gestellt werden und die auch zur weihnachtlichen Beleuchtung der Kirche dienen. Die Ferienangebote für diese Zeit stehen deshalb unter dem Thema "7 Sterne leuchten".
Weitere Informationen und den Prospekt mit den Anschriften der Gastgeber und den Pauschalangeboten verschickt die Bad Bevensen Marketing GmbH, 29549 Bad Bevensen, Tel. 05821/570, Fax 05821/5766, www.bad-bevensen-tourismus.de
Freibecken der Jod-Sole-Therme Bad Bevensen
|
|
Copyright: © Kurverwaltung Bad Bevensen/Jens Rufenach |



